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Was es KI-Abo für zäh Lüüt choschtet

KI-Kosten für ein Schweizer KMU: Preise pro Nutzer und Monat, was die Gratisstufen können und was der Schweizer Datenstandort kostet.

Freitag, 21. August 2026 · F.S. · 5 Min. Lesezyt

Handgezeichnete Waage, auf der einen Seite Münzen, auf der anderen ein Bildschirm mit Sprechblase

Die Frage klingt einfach und ist es nicht. Anbieter nennen Preise in drei Währungen, mit Monats- und Jahrestarif, teils exklusive Mehrwertsteuer, teils als Aktion. Wer zehn Leute ausrüsten will, braucht deshalb keine Preisliste, sondern eine Rechnung. Hier ist sie, für zehn Personen, ein Jahr, Stand 21. August 2026.

Wofür bezahlt man bei KI eigentlich?

Ein KI-Abo folgt einem von drei Preismodellen. Der Sitzplatz kostet einen festen Betrag pro Person und Monat, unabhängig von der Nutzung. Der Verbrauch wird nach Token abgerechnet, also nach verarbeiteten Textbausteinen. Das Paket deckelt beides und begrenzt zusätzlich die Zahl der Nutzer. Für ein KMU ist der Sitzplatz meist der teuerste und der einfachste Weg.

Ein Token ist grob ein Wortteil. Eine A4-Seite Text sind rund 700 Token. Wer über eine Schnittstelle arbeitet, zahlt beispielsweise bei Infomaniak für das Modell Ministral-3-14B CHF 0.30 pro Million Token Eingabe und CHF 0.40 pro Million Ausgabe. Zehn Mitarbeitende, die täglich zwanzig Seiten verarbeiten, bleiben damit im einstelligen Frankenbereich pro Monat. Das ist der Grund, warum Sitzplatzpreise für Gelegenheitsnutzer schlecht rechnen.

Was kostet ein KI-Abo für zehn Personen pro Jahr?

Für zehn Personen liegt die Spanne zwischen rund CHF 1’680 und USD 4’800 im Jahr, wobei der obere Wert bei Jahreszahlung auf USD 4’000 sinkt. Am unteren Ende stehen Angebote, bei denen der Assistent in einem Büropaket enthalten ist, am oberen Enterprise-Sitzplätze mit Rechercheschwerpunkt. Der Preis sagt wenig über die Qualität und viel über den Leistungsumfang.

Angebot Preis Zehn Personen, ein Jahr Daten in der Schweiz
Google Workspace Business Standard, Gemini enthalten CHF 14.00 pro Nutzer und Monat CHF 1’680 nein, EU wählbar
Swisscom Swiss AI Assistant Essential CHF 149 pro Monat für bis zu 10 Nutzer CHF 1’788 ja
Microsoft 365 Copilot Business CHF 14.57 pro Nutzer und Monat, Aktion bis 30.09.2026, danach CHF 17.00 CHF 1’748.40, danach CHF 2’040 nur mit Advanced Data Residency
ChatGPT Business USD 20 pro Nutzer und Monat, Jahresabrechnung USD 2’400 nein
Claude Team, Standard-Sitz USD 20 pro Nutzer und Monat, Jahresabrechnung USD 2’400 nein, Speicherung in den USA
Microsoft 365 Copilot CHF 24.30 pro Nutzer und Monat CHF 2’916 nur mit Advanced Data Residency
Mistral Vibe Team, vormals Le Chat USD 24.99 pro Nutzer und Monat, Mindestabnahme USD 50 pro Monat USD 2’999 nein, EU als Standard
Perplexity Enterprise Pro USD 40 pro Sitz und Monat, bei Jahreszahlung USD 33.33 USD 4’800, bei Jahreszahlung USD 4’000 nicht ausgewiesen

Alle Preise ohne Mehrwertsteuer. Google Workspace und Microsoft 365 enthalten ein vollständiges Büropaket mit Mail und Speicher, die übrigen Angebote nicht. Wer nur den Assistenten will, vergleicht deshalb nicht Zeile für Zeile, sondern rechnet die Lizenzen dazu, die er ohnehin schon bezahlt.

Drei Kostenblöcke fehlen in jeder dieser Zeilen, und sie sind zusammen oft grösser als das Abo selbst. Erstens die Einführung: Wer zehn Leute ausrüstet und niemanden schult, bezahlt zehn Lizenzen für drei Nutzende. Zweitens die Aufräumarbeit an den eigenen Daten, wenn der Assistent auf Dokumente zugreifen soll. Drittens die Zeit, die für das Nachkontrollieren draufgeht. Rechnen Sie ein Jahresbudget deshalb mit dem Faktor zwei auf den reinen Lizenzpreis, nicht mit dem Lizenzpreis allein.

Was kann die Gratisstufe wirklich?

Für einen Betrieb, der ausprobieren will, reichen die Gratisstufen weiter, als der Ruf es vermuten lässt. Der Swiss AI Assistant ist einen Monat lang mit zehn Millionen Token gratis testbar. Infomaniak gibt eine Million Gratis-Credits. Die Gratisversionen von ChatGPT, Claude, Gemini und Mistral Vibe decken den Alltag eines Einzelnutzers ab.

Zwei Dinge fehlen den Gratiskonten aber regelmässig, und beide sind für einen Betrieb entscheidend. Erstens der Auftragsbearbeitungsvertrag, ohne den eine Bearbeitung von Kundendaten datenschutzrechtlich nicht sauber ist. Zweitens die Kontrolle darüber, ob Eingaben ins Modelltraining fliessen. In Geschäftsplänen ist das standardmässig ausgeschlossen, in privaten Konten oft nicht. Ein Gratiskonto ist eine Testumgebung, keine Betriebslösung.

Kostet der Schweizer Datenstandort einen Aufpreis?

Nicht zwingend. Der günstigste Weg zu einer Verarbeitung ausschliesslich in der Schweiz kostet CHF 1’788 im Jahr für zehn Personen, also CHF 14.90 pro Kopf und Monat. Das liegt im selben Rahmen wie die internationalen Sitzplatzpreise. Teurer wird es dort, wo Datenresidenz an einen Enterprise-Vertrag gekoppelt ist.

Genau das ist der Punkt, an dem viele Offerten auseinanderfallen. Bei ChatGPT ist die Datenresidenz für die Schweiz ohne Aufpreis erhältlich, aber nur im Enterprise-Plan, dessen Preis auf Anfrage festgelegt wird. Bei Microsoft hängt sie an Advanced Data Residency und einer Reihe von Bedingungen. Google bietet Europa an, die Schweiz nicht. Wer den Standort braucht, prüft ihn vor dem Preis, nicht danach.

Welche rechtlichen Pflichten an einem KI-Abo hängen, steht in Dörf d Chundeadress i ChatGPT?. Was ein einzelner Anwendungsfall kostet, zeigt der Test zum automatischen Sitzungsprotokoll. Und wer wissen will, ob die eigene Firma in den Antworten dieser Werkzeuge überhaupt vorkommt, findet die Prüfschritte in Werum findet ChatGPT dini Firma nöd?.

Quellen


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